Februar 2023

Comeback aus der Insolvenz? Möglich!

Sale & Lease Back kann dringend benötigte Mittel erlösen

Trotz Milliardenhilfen für die deutsche Wirtschaft wird angesichts der Krisenherde der vergangenen Jahre für manche Unternehmen die Luft dünn. Insolvenz ist ein drohendes Schicksal – aber keines, das den Untergang bedeuten muss. Mit alternativen Finanzierungsmethoden wie Sale & Lease Back kann das Comeback gelingen.

Wer dieser Tage einen Blick auf die Insolvenzzahlen in der deutschen Wirtschaft wirft, kann viel erkennen, aber eines nicht: einen Trend. So schockierte etwa im Oktober 2022 eine Zuwachsrate von 18 Prozent für beantragte Unternehmensinsolvenzen (gegenüber dem Vorjahresmonat) Marktbeobachter. Schon im Folgemonat November sank die Rate aber auf nur noch ein Fünftel der Horrorzahl vom Oktober, und im Januar 2023 verringerte sie sich laut dem Statistischen Bundesamt erneut um rund 3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Zu erwähnen ist dabei, dass Insolvenzverfahren frühestens nach der ersten Entscheidung des Amtsgerichts Eingang in die Statistik finden. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt also wesentlich früher – meist etwa drei Monate davor.

So will den auch niemand das Wort „Insolvenzwelle“ in den Mund nehmen. Ja, die deutsche Wirtschaft schwächele, aber düster malen sei noch nicht angebracht – so die einhellige Meinung fast aller Analysten. Und doch entsteht etwas, auf das Märkte so allergisch reagieren wie Heuschnupfen-Geplagte auf Pollen: Unsicherheit. Denn nach wie vor wirken mit gestiegenen Energiepreisen, Rekordinflation und Kaufzurückhaltung von Verbrauchern starke Insolvenz-Treiber, die auch bei sinkenden Insolvenzzahlen noch drohend genug sind.

Insolvenz muss nicht der Untergang sein

Doch selbst wenn es zu einer Zahlungsunfähigkeit für ein betroffenes Unternehmen kommt, muss das nicht das Ende des Wirtschaftens sein. Tatsächlich kann eine Insolvenz auch ein Fanal sein, das trotz aller Zutaten für eine Krise keinen Untergang, sondern einen neuen Kurs mit sich bringt. Als mustergültig dafür wird immer wieder die Pleite von General Motors herangezogen. Sie galt im Jahr 2009 für die US-Wirtschaft zeitweise als größte Insolvenz aller Zeiten (tatsächlich verdiente sich Lehman Brothers diesen Rang ein Jahr vorher), führte aber trotzdem zu einem erfolgreichen Turnround. 2022 wies das Unternehmen schliesslich einen operativen Rekordgewinn aus.

Aber auch hierzulande gibt es positive Beispiele für das erfolgreiche Durchschreiten eines Insolvenztales. Ein aktuelles ist das des insolventen Autozulieferers Borgers. 2022 legte das Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Bochholt eine der größten Pleiten des Jahres hin – Anfang 2023 wurde die Rettung durch Verkauf an den Schweizer Konkurrenten Autoneum gemeldet. Fast alle 4500 Mitarbeiter werden übernommen.

Was aber tun, wenn kein externer Interessent den Rettungsschirm aufspannt? Ein Weg: dringend benötigte Finanzmittel für die Fortführung des operativen Betriebs durch Sale & Lease Back generieren.

Sales & Lease Back als Quelle frischer Liquidität

Hauptziel jedes Insolvenzverfahrens ist es, das Unternehmen zu erhalten und ihm einen Neustart mit möglichst wenig Schulden zu ermöglichen. Da überschuldeten Unternehmen aber die Liquidität für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes fehlen, braucht es beim Ausfall von Käufern andere Geldquellen. Bankkredite fallen dabei meist aus – die Institute winken mit Verweis auf die mangelnde Kreditwürdigkeit von Insolvenzschuldnern in den allermeisten Fällen ab.

Eine probate Alternative ist der ratingunabhängige Finanzierungsweg des Sale & Lease Back. Die Generierung der benötigten Finanzmittel basiert dabei auf die unternehmenseigenen Assets aus dem Anlagevermögen. Produktionsanlagen werden von einer Leasinggesellschaft (wie zum Beispiel die Nord Leasing GmbH) sachgerecht auf Zeitwert und Sekundärmarktfähigkeit geschätzt. Der ermittelte Wert ist der Ankaufspreis, der beim Verkauf der Produktionsanalgen an die Leasinggesellschaft erzielt und als frische Liquidität genutzt werden kann. Unmittelbar nach dem Verkauf werden die Anlagen zurückgeleast, um einen ungestörten operativen Betrieb für das insolvente Unternehmen zu ermöglichen.

Die Vorteile:

  • Produktionsanlagen verbleiben zur operativen Nutzung durchgängig in Unternehmenshand.
  • Verkaufserlöse generieren innerhalb weniger Tage einen operativen Cash-Flow.
  • Die Bewertung von Asset-Vermögen ist rein objektorientiert und von einem Bankenurteil unabhängig.

Das Fazit: Prüfung von Sale & Lease Back lohnt sich immer

Sale & Lease Back ist bei unternehmerischen Krisensituationen in den USA ein fest etablierter Finanzierungsweg und wird auch hierzulande mehr und mehr genutzt. Die Nutzung unternehmenseigener Werte aus dem Eigenkapital hebt stille Reserven, die insolventen Unternehmen neue Chancen bieten können – und das aus eigener Kraft. Die Prüfung der Chancen von Sale & Lease Back empfiehlt sich darum als Option in jedem (Krisen-)Fall.


Thomas Vinnen

Geschäftsführender Gesellschafter

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